Unser Pädagogisches Konzept

Fördern und Fordern

Jedes Kind ist anders, aber ein jedes Kind will lernen. Es bringt seine Stärken und auch seine Schwächen mit, wenn es zu uns zur Schule kommt. Aufgabe der Pädagogen ist es. diese zu erkennen. Das bedeutet für uns, durch entsprechendes Fordern Stärken weiterzuentwickeln und durch entsprechendes Fördern Schwächen zu überwinden.

Dies geschieht in einem Umfeld, das

  • jedem Kind individuelles Lernen ermöglicht
  • klare und verbindliche Strukturen ebenso wie Freiräume umfasst
  • Fehler als etwas Normales auf einem Lernweg zulässt
  • jedem Kind Mut macht, auf seine Stärken zu vertrauen und neue Herausforderungen anzunehmen

Integratives Curriculum

In der Waldhofschule erarbeiten wir ein "Integratives Curriculum". Grundlage dafür sind die Brandenburger Rahmenlehrpläne der Grundschule. Sie werden ergänzt durch Kompetenzen und Inhalte aus den sonderpädagogischen Rahmenlehrplänen. 

Entwicklungspläne

Je nach den individuellen Bedürfnissen der Schülerinnen und Schüler stellen unsere Pädagogenteams Entwicklungspläne auf. Sie werden mit den Schülerinnen und Schülern und mit deren Eltern beraten und verbindlich vereinbart. Im Entwicklungsplan gibt es Festlegungen zur Sozialkompetenz, Teamfähigkeit, Leistungsbereitschaft, Selbstständigkeit, Kritikfähigkeit usw.. Beraten und festgelegt wird, welche Ziele von der Schülerin oder dem Schüler auf welchem Weg in welcher Zeit erreicht werden können. Abrechenbares Arbeitsmittel ist der Lernpass der Kinder.

Unterrichtsgestaltung

Wir gestalten den Unterricht handlungs- und projektorientiert. Wir leiten die Schülerinnen und Schüler an selbständig zu lernen und zu arbeiten. Fehler können als Chancen genutzt werden, Erkenntnisse zu gewinnen. Es gibt Phasen des konzentrierten Trainings und Lernens (z.B. Einmaleins, Formeln und Regeln, Vokabeln), sowie Phasen der individuellen Förderung, der Entspannung und der Bewegung. Kommunikationstrainings und Bewegungstherapien ergänzen dieses Angebot. Neben den klassischen Unterrichtsbereichen haben unsere Schülerinnen und Schüler unter anderem Informatikunterricht, Reiten, Hauswirtschaft oder verschiedenste Neigungskurse ( diese z.Zt. ab Klasse 3). Ab der 5.Klasse wird der Fachunterricht in den Bereichen Gesellschaftswissenschaften (Geografie, Geschichte, Religion, Politische Bildung) und Naturwissenschaften (Biologie, Physik) erteilt.

Leistungsdifferenzierung

"Lernen wie man lernt"-das ist die Basis für den eigenständigen Wissenserwerb und deshalb das Ziel für möglichst alles Schülerinnen und Schüler in den ersten beiden Schuljahren. Jeder soll in sich in seinem Lerntempo und nach seinen Möglichkeiten weiterentwickeln. Dabei geht es besonders darum, die Stärken und auch die Schwächen herauszufinden, um optimale Förderung und Forderung zu ermöglichen. Wir wissen: Jedes Kind hat Stärken!

Im ersten Schuljahr wird fast ausschließlich im Klassenverband gelernt. Im zweiten Schuljahr gibt es erste Ansätze für klassenübergreifendes Lernen innerhalb des Jahrgangs. Ab dem dritten Jahrgang wird Unterricht in den Fächern Deutsch, Englisch und Mathematik zum Teil auch in leistungsdifferenzierten Gruppen angeboten. In den Freiarbeitszeiten werden die Schülerinnen und Schüler individuell angeleitet und  motiviert an den für sie wichtigen Fragestellungen weiterzuarbeiten. Jede Schülerin und jeder Schüler ab der 3.Klasse nimmt zudem an mindestens einem Neigungskurs teil. In Arbeitsgemeinschaften können die Kinder nach dem Unterricht eigene Interessen vertiefen und ihre sozialen Kontakte pflegen und erweitern. 

Projekte

Im Projektunterricht erschließen sich die Schülerinnen und Schüler einen Themenbereich oder ein Lebensgebiet. Aktivität, Neugier und Forscherdrang der Kinder sind Antriebe dieser Unterrichtsform. Aufgabe der Pädagogen ist hier die richtige Mischung zu finden aus Anleitung, Begleitung, Anregung, Hintergrundinformation sowie die Verknüpfung mit anderen Fächern zu organisieren. Die Kinder werden angeleitet ihre Erfahrungen und Erkenntnisse zu dokumentieren. Projekte enden mit einem Ergebnis, einem Produkt. Alle Schülerinnen und Schüler tragen nach ihren Fähigkeiten dazu bei, dieses Produkt zu schaffen.

Ganztagesstruktur

In unserer Ganztagsschule haben die Kinder Zeit. Der Unterrichtstag von 8:00-15:00 Uhr, freitags bis 13:00 Uhr, ist rhytmisiert gestaltet. Anspannung- und Entspannungsphasen wechseln sich im Schulalltag ab.  An unserer Schule gibt es keine "Schulklingel". Fixpunkte sind der Unterrichtsbeginn mit dem Tagesanfang/Morgenkreis um 8:00 Uhr, Zeiten für Fach- und Neigungsunterricht oder Projekte sowie die Verfügbarkeiten der Sportstätten und Fachräume; 15:00 Uhr ist Unterrichtsende. Pausen werden nicht allein nach der Uhr, sondern auch bedürfnisgerecht angesetzt und gestaltet. Das in den Jahrgängen festgelegtes Mittagsband ist für die Schülerinnen und Schüler verpflichtend. Das Wahlessen wird in der Küche auf dem Gelände nach den Qualitätsstandards für Schulverpflegung und optimiX zubereitet. Zusätzlich können die Schülerinnen und Schüler ab 6:30 Uhr bis 17:00 Uhr, freitags bis 15:00 Uhr, in der Schule verbleiben. Hier gibt es zusätzlich Angebote als Arbeitsgemeinschaften oder einfach nur Zeit zum Spielen, Entspannen oder Verweilen.

Leistungsbewertung und Zeugnisse

Kinder wollen anerkannt werden. Eltern wollen erfahren, was ihre Kinder leisten. Beidem wollen wir gerecht werden. Unsere Leistungsbewertung erfolgt auf der Grundlage einer transparenten, wertschätzenden Rückmeldekultur. Das bedeutet auch, Fehler oder eventuelle Misserfolge als Chance und Motivation für weiteres Lernen zu nutzen. Daher verstehen wir Leistungsbewertung in erster Linie als die Möglichkeit, mit unseren Schülerinnen und Schülern über Lernerfolge, deren mögliche Ursachen sowie gegangene Lernwege zu reflektieren und daraus resultierende zukünftige Lernziele bzw. -inhalte festzulegen. Dabei spielen Selbst- und Fremdeinschätzung eine wesentliche Rolle. Wichtige Instrumentarien Leistungsbewertung sind der Lernpass, das Lerntagebuch, der Selbsteinschätzungsbogen einer jeden Schülerin oder eines jeden Schülers sowie feststehende Bewertungskriterien.

Auf dieser Grundlage wird in den 3x im Schuljahr stattfindenden Eltern-Lehrer-Kind-Gesprächen der erreichte Lern- und Entwicklungsstand besprochen. gemeinsam erfolgt dann die Festlegung weiterer Lern- und Entwicklungsziele. Am Schuljahresende erhalten dann alle ein Zeugnis. Die Schülerinnen und Schüler der Klassen 1-4 sowie in den Ober- und Werkstufenklassen erhalten dieses in Form eines Worturteils. Am Ende der 5. und 6.Klasse und dann auch zum Halbjahr der 6.Klasse wird den Schülerinnen und Schülern ein Zeugnis übergeben, welches Noten in den fünf Bereichen Deutsch, Mathe, Englisch, Gesellschaftswissenschaften und Naturwissenschaften und auch eine verbale Einschätzung enthält. In der Ober- und Werkstufenklassen erhalten alle Schülerinnen und Schüler ein Zeugnis  in verbaler Form am Ende des Schuljahres.

Zusammenarbeit Schule - Eltern

Die Waldhofschule legt Wert auf eine enge Zusammenarbeit mit den Eltern. Dazu veranstalten wir regelmäßig Elternabende sowie fallweise Gespräche über die Entwicklungspläne der Kinder. Regelmäßige Eltern-Team Gespräche (Lehrer und Eltern der Klasse) tragen zum transparenten Umgang miteinander bei. Die Eltern sind generell eingeladen, im Unterricht zu hospitieren. Gerne können Sie auch im Unterricht, in Projekten und Arbeitsgemeinschaften mitarbeiten oder sogar eigene Projekte, Neigungsbereiche und Arbeitsgemeinschaften anbieten. In der Schule steht ein Elternzimmer zur Verfügung, um der Zusammenarbeit (einen) Raum zu geben. Kritik und Anregungen der Eltern helfen den Pädagogenteams und der Schulleitung die Schule zum Wohl der Kinder weiterzuentwickeln. Die intensive Zusammenarbeit mit der Eltern- und Schulkonferenz wirkt sich förderlich auf das Schulklima aus. Die Vorsitzenden beider Konferenzen treffen sich regelmäßig zu beratenden und informellen Gesprächen mit der Schulleitung.