Die Klasse 5b im Lernfeld „Wie werden wir alle satt?“

Wir sind die Klasse 5b und hatten in der Zeit vom 13. – 24. September 2021 zwei Wochen Antworten auf die Frage „Wie werden wir alle satt?“ gesucht…und gefunden.

Wir haben erkundet, wie sich die Menschen in der Steinzeit ernährt haben, versucht  Feuer mit Steinen und Hölzern zu entfachen, in mühevoller Handarbeit in unserem Lehmbackofen Brot zubereitet, Rohmilch zu Butter verarbeitet, erfahren, wie die Milch in die Supermarktregale kommt…und und und.

Gestartet sind wir am ersten Tag auf dem Evolutionspfad im Bürgergarten. Wusstet Ihr, dass die Geschichte der Menschheit auf einer Uhr gerade mal 1 Minute dauern würde? In der restlichen Zeit ist die Erde entstanden, erste Pflanzen und Tiere haben sich entwickelt.

Wir haben in den zwei Wochen viele verschiedene Aktionen unternommen und von einigen wollen wir Euch berichten.

Backen am Lehmofen mit Frau Rau

Wir waren am 15.09.2021 im Entdeck-dich-Garten unserer Schule. Dort haben wir wie in der Neusteinzeit im Lehmofen gebacken. Es gab verschiedene Brotsorten, Zimtschnecken und Würstchen. (Würstchen gab es in der Neusteinzeit eigentlich nicht, aber sie waren lecker ^_~).

In der Glut, die wir aus dem Ofen genommen haben, haben wir Kartoffeln gegart. Dazu haben wir drei Kräuterquarksorten selbst hergestellt: Dill, Wildkräuter und Gartenkräuter. Die Kräuter dafür haben wir selbst auf dem Schulhofgelände oder in unseren Gärten gesammelt. Außerdem haben wir aus frischer Rohmilch, die wir ganz lange in einem verschlossenen Glas geschüttelt haben, eigene Butter hergestellt. Es war alles sehr lecker!

Wir haben an dem Tag sehr viel gelernt, z.B., dass man viele Wildkräuter essen kann, wie man in einem Lehmbackofen backt und dass das Brot aus dem Lehmbackofen besser schmeckt als gekauftes.

Es war ein sehr schöner Tag im Entdeck-Dich Garten. Ein besonderes Dankeschön geht an Frau Rau!

Besuch im Ökodorf Brodowin

Am 16.09.2021 waren wir im Landwirtschaftsbetrieb Ökodorf Brodowin. In dem Ökodorf werden keine giftigen Stoffe eingesetzt, die der Natur schaden könnten.

Wir erhielten eine Führung über den ökologischen Bauernhof. Eine Frau hat uns gezeigt, wie sie dort die Kühe halten und viel erklärt. Die Kühe dürfen sich in Brodowin aussuchen, ob sie im Stall oder auf der Wiese sind. Wir haben erfahren, dass die Kälbchen schon nach einer Woche von ihren Müttern getrennt werden, um möglichst viel Milch von den Mutterkühen zu erhalten. Eine einzige Kuh gibt ungefähr 7500 l Milch im Jahr. Die Milch wird noch am selben Tag direkt auf dem Hof zu Trinkmilch, Quark oder Käse weiterverarbeitet. Teile der Verarbeitung konnten wir in der Schaumolkerei beobachten. Wir durften die Kälbchen streicheln, und sie haben sogar an Lenis und Caxandras Finger genuckelt (wie süß!!!!). Anschließend haben wir das Saatgut des Landwirtschaftsbetriebs begutachtet und konnten Getreidesorten erraten; Dank Leni, die sich damit sehr gut auskennt, ging das ganz schnell. Als die Führung beendet war, durften wir den Hofladen erkunden. Es gab dort Schokolade, Wurst, und Käse - alles aus der hofeigenen Milch und von den Tieren.

Wir haben gelernt: wie man Tiere richtig hält und wie man Getreidesorten voneinander unterscheidet.

Reise in die Steinzeit

Vom 21. – 22.9.2021 besuchten wir die Waldschule Reiersdorf. Nach einem freundlichen Empfang haben wir uns mit Gesang und Kräuterräucherei in die Steinzeit versetzt und lebten für 2 Tage wie die Steinzeitmenschen. Wir haben Essen im Wald gesammelt, am und im Feuer gekocht und uns daran gewärmt. Wir hatten die Möglichkeit, Bögen und Speere für die Jagd zu bauen, anschleichen zu üben, Steinzeitschmuck zu basteln, Essschalen zu brennen und noch ganz vieles mehr.

In den Tipizelten der Schule haben wir in einer sehr kalten Vollmondnacht nur ganz wenig geschlafen ;) und dem Röhren der Hirsche gelauscht.

Am nächsten Morgen haben Emelie und Tobias Feuer entfacht; das war unsere Rettung. Denn ohne Feuer hätten wir kein Frühstück zubereiten können.

Es war ein Riesenspaß, alle waren gut gelaunt. Wir verbrachten viel Zeit im Wald. Unsere Lehrer und Begleiter waren nett und immer an unserer Seite – vielen Dank! Am Ende dieser Exkursion waren wir uns sicher, dass es schwierig ist, in der Wildnis zu überleben.

Kartoffelernte beim Landwirt Markhoff

Am 23.9.2021 sind wir auf ein Kartoffelfeld vom Landwirt Markhoff hier in Templin gegangen. Herr Markhoff hat uns gezeigt, wie man Kartoffeln mit der Hacke erntet und viel Interessantes über die Kartoffel erklärt. Wir konnten viele riesengroße Kartoffeln ernten, denn wegen des vielen Regens ist dieses Jahr ein gutes Jahr für Kartoffeln. Anschließend haben wir uns angesehen, wie ein Kartoffelroder funktioniert. Er ist viel schneller als 17 Kinder zusammen.

Wir haben gelernt, dass es ungefähr 400 Kartoffelsorten gibt und dass zwischen festkochenden, vorwiegend festkochenden und mehligkochenden Kartoffeln unterschieden wird. Die größten Kartoffeln durften wir sogar mitnehmen und davon haben wir am letzten Tag unseres Lernfeldes selbst Pommes im Backofen gemacht…lecker!!! ^_^

Das waren unsere Erlebnisse in den zwei Wochen Lernfeld zum Thema „Wie werden wir alle satt?“

Wir alle haben viel dazugelernt, besonders wie glücklich wir sein können, dass wir hier und jetzt leben und nicht früher gelebt haben.