Milch und Honig in Zehdenick

Am Rand der Schorfheide befindet sich das Land in dem „Milch und Honig“ fließen. Mit einem Bibelfrühstück mit warmer Milch und Honigbrötchen empfängt  Klaus Becker Schulklassen und andere interessierte Gruppen auf seinem Gelände am Wolfsgarten. Mit der Klasse 6b der Waldhofschule Templin besuchen wir das Projekt. Der Bienenlehrpfad und das „Honighäusl“ sowie verschiedene anschauliche Tafeln wecken großes Interesse an der Lebensform der fleißigen Bienen.

„Um 500 g Honig herzustellen fliegt eine Biene drei mal um die Erde“ erzählt der aktive Imker-Gelehrte in hohem Alter. Weltweit gibt es schätzungsweise 20.000 verschiedene Bienenarten. Doch nur neun Arten produzieren Honig. Bienen und andere Insekten spielen bei rund 35 Prozent der weltweiten Lebensmittelproduktion eine wichtige Rolle.

Wenn Schüler an Bienen denken dann sind es die Bienen-Stiche, die sie abschrecken. Doch der „Bienenklaus“ beschwichtigt zu recht: „Keine Angst vor Bienen, die stechen nicht.“ Er unterstreicht dies mit dem Weisheitsspruch „Es ist der Biene Pflicht, dass sie nur böse Menschen sticht“.

Honig ist nur ein Nebenprodukt der Bienen, denn 90 % der dienstbaren Aktivitäten von Bienen ist die Bestäubungsleistung, die der Befruchtung unserer vielen Obstsorten und Früchte dient.

Wie selbstverständlich sorgen die Bienen Jahr um Jahr für eine Gute Obsternte, in dem sie die Pollen der Blüten von einer Blüte zur nächsten tragen. Der Nektar und den Blütenstaub brauchen die Bienen für die Aufzucht ihrer Nachkommen. Der Mensch ist mit seiner Imkerei eigentlich ein Dieb, so sagt es Hr. Becker, der den Bienen ihren Wintervorrat raubt und die Bienen stattdessen mit einer Zuckerlösung vertröstet.

In den letzten Jahren hört man von weltweitem Bienensterben. Dabei sieht der Imker drei verschiedene Ursachen für das Problem: den Winter, die Landwirtschaft und eine fremde Lausart.

Auch im letzten Winter sind einige Bienenvölker in Zehdenick auf der Strecke geblieben. Das bleibt nicht aus.In der Landwirtschaft zunehmend häufiger genutzte Planzenschutzmittel wie  Glyphosat, Neonicotinoide und andere Agrargifte ärgern  längst nicht mehr nur die Umweltschützer. Viele Bauern beobachten selbst beunruhigt, dass mit den Schädlingen auch die Nützlinge wie Bienen und andere Bestäuber verschwinden.

Die Varroamilbe ist mit Abstand die wichtigste Verursacherin des Bienensterbens.  Die Milbe beschäftigt Bienenforscher schon seit 1977, als sie vermutlich mit importierten Bienen nach Europa gelangte. Die 1,7 Millimeter kleine Milbe ernährt sich vom Blut der Bienen. Über die Bisswunden, die die Milben den Bienen zufügen, können zusätzlich krank machende Viren in die Insekten eindringen. Die Vermehrung der Milbe findet auf der Brut statt. So sind die jungen Bienen schon beim Schlüpfen geschwächt und sterben meist bereits kurze Zeit danach. Der todbringende Parasit ist inzwischen weltweit ein Problem. Die UNO sieht durch ihn sogar die Nahrungsgrundlage der Menschheit in Gefahr. 

„Wenn die Biene von der Erde verschwindet, dann hat der Mensch nur noch vier Jahre zu leben; keine Bienen mehr, keine Bestäubung mehr, keine Pflanzen mehr, keine Tiere mehr, keine Menschen mehr….“ Mit dieser Aussage verdeutlichte Albert Einstein seinen Zeitgenossen den Wert der Honigbiene. Bienenklaus aus Zehdenick relativiert die Aussage etwas und fügt hinzu: „….naja vielleicht vierzig Jahre später….“ Aber was sind 40 Jahre im Verhältnis zu den bisherigen neun Jahrtausend die Bienen schon domestiziert werden.

Die Biene gilt als wichtiges Haustier des Menschen. Honig und Wachs des Tieres werden bereits seit 9000 Jahren genutzt. Das fanden Forscher anhand von Tonscherben nun heraus. Nun geraten sie weltweit in Gefahr.

Inzwischen sind viele private Leute unterwegs, sich als Imker zu betätigen. Mit Anfängerkursen bereiten sie sich vor und machen sich fit für die Bienen-Box im Schrebergarten oder auf dem Dach des Wohnhauses. Sogar in der Großstadt Berlin gibt es zunehmend mehr Initiativen, die zur Hobbyimkerei ermutigen. Der Waldhof Templin hat  sich im Rahmen in einer Zusammenarbeit mit Schule und Jugendeinrichtungen nun auch vorgenommen mit der Imkerei zu beginnen. Deshalb dieser Ausflug in den Bienenparcours vom Bienenklaus nach Zehdenick. Die ersten Bienenbeuten sind schon gekauft worden. Hr.Zöllig, ein Lehrer der Waldhof-Schule hat einen Imkerlehrgang absolviert und sucht händeringend zwei „Schwärme“ für den Start.

Die Schüler fuhren beeindruckt und angeregt von der praktischen Führung wieder nach Templin, in der Hoffnung auf eigenen Honig aus Templin.

Götter des Olymp

Die Klasse 6a und 6b hat im Gewi und Deutsch Unterricht an dem Projekt Griechische Götter und Fabelwesen gearbeitet. Jeder durfte sich einen Gott oder ein Fabelwesen aussuchen. Sie haben eifrig an ihren Kostümen und Vorträgen gearbeitet. Untereinander haben sie sich viel geholfen. Ihre Gewi und Deutsch Lehrerin hat sie viel unterstützt.  Die Schüler haben mit ihrer Kunstlehrerin viel an ihren Kostümen  genäht und gebastelt. Zum Schluss haben sie ihren Vortrag  vor den 5. und 4. Klassen vorgetragen. Dazu haben sie auf ihrem Schulflur einen Olymp gebaut. Es waren viele sehr aufgeregt aber es hat ihnen zum Schluss dann doch Spaß gemacht. Viele fragten nach einer zweiten Vorstellung. Es war ein voller Erfolg.

Brot backen im Lehmofen

Die Klasse 6b hat am 17.3.2017 in der neuen Küche im „gelben Haus“ mit Herrn Kerner Frischkäse-Aufstriche und einen Frucht-Nachtisch vorbereitet. Acht Brotlaibe wurden mit bloßen Händen geknetet und in urige Formen gelegt. Auch die verschiedenen Aufstriche wurden nach Rezept vorbereitet und schmeckten am Schluss sehr lecker. Die Gruppe von Hr.Schiller hat inzwischen den Backofen angeheizt. Mehr als 35 Schüler kamen dann am Lagerfeuer  zusammen um köstlich zu speisen. Die gelungene spontane Feier hat allen sehr viel Spaß gemacht.
Schüler der Klasse 6b